Hey du im Bauch, hörst du mein Lied?

Als ich mit meinem ersten Kind schwanger war, habe ich sämtliche Ratgeber gewälzt und das Internet nach wertvollen Tipps durchsucht. Ich wollte das Bestmögliche für dieses kleine Wunder in meinem Bauch. Ganz oft stieß ich auf den Hinweis, dass Musik bereits in diesem frühen Stadium wichtig ist. Meine Kinder durften sich also bereits während der Schwangerschaft über klassische Klänge erfreuen. Denn ich hatte gelesen, dass das wohl das mathematische Denken fördern sollte. Also verbrachte ich so manche Stunde auf der Couch liegend, die Hände auf dem Bauch und den Werken von Mozart, Beethoven und Co. lauschend. Natürlich glaubte ich nicht daran, dass dadurch kleine Einsteins in mir heran wachsen werden, aber immerhin gönnte ich mir und meinem Körper dadurch Ruhe und Entspannung. So ein winziger Hang zur Mathematik wäre doch da ein schöner Nebeneffekt, oder nicht? Meine Große besucht mittlerweile die 6. Klasse eines Gymnasiums. Ein mathematisches Genie ist sie noch nicht geworden, allerdings hat sie bisher auch keine großartigen Probleme mit dem Lernstoff. Ob es an der frühen Berieselung mit klassischer Musik liegt? Ich bezweifle es, aber geschadet hat es auf alle Fälle nicht.

Ein weiteres Ritual während der Schwangerschaft, war das Hören der Spieluhr. Bereits zur Halbzeit hatte ich mir jeweils eine solche gekauft und sie jeden Abend auf meinen Bauch gelegt. „Guter Mond, du gehst so stille“ hieß die Melodie, die ich mir in beiden Schwangerschaften ausgesucht hatte. Oft reagierten meine kleinen Wunder im Bauch mit Tritten und Bewegungen, wenn die Musik ertönte. War es Zufall, Protest oder gar der erste Versuch zu tanzen? Wer weiß das schon? Auf jeden Fall hatte ich bei meinen beiden Kindern das Gefühl, dass ihnen die Melodie bekannt vorkam, als sie sie dann außerhalb des Bauches hörten. Sie beruhigten sich schneller und schienen aufmerksam den Tönen zu lauschen.

Ich bin der Meinung, dass es gut und auch sinnvoll ist, schon die Schwangerschaft musikalisch zu begleiten. Sei es durch das Hören von Musik oder das Auflegen einer Spieluhr. Oft habe ich auch selbst für mein Baby im Bauch gesungen und Gitarre gespielt. Es tat mir gut … und alles was der Mama gut tut, kann doch für ihr Kind nicht schlecht sein, oder?

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