Musikalische Früherziehung mit Klanghölzern

Sehr beliebt in meinen Kursen der musikalischen Früherziehung sind bei den Kindern die Klanghölzer. Diese simplen Rhymthmusinstrumente kann man sehr vielfältig in die musikalische Arbeit mit Kindern einbringen, nicht nur als rhythmische Begleitung von Liedern. Sogar die ganz Kleinen lernen schnell damit umzugehen und haben eine Menge Spaß.

Zu Beginn versuchen wir gleichzeitig mit den Klanghölzern Töne zu erzeugen und dabei im Takt zu bleiben. Dazu zähle ich mehrmals hintereinander bis vier und wir klopfen dazu mit unserem Rhythmusinstrument. Diese Übung kann man beliebig oft wiederholen und dabei mal schnell, mal langsam oder mal laut, mal leise klopfen. Tempo und Lautstärke kann man später dann mischen, das heißt zum Beispiel wir klopfen schnell und leise oder langsam und laut usw. Diese einfachen Klopfübungen machen den Kindern schon viel Spaß und fördern Rhythmik, Tempo- und Lautstärkenverständnis sowie Konzentration und das Hören aufeinander.

Noch toller ist es natürlich, wenn man ein Lied singt, welches mit den Klanghölzern begleitet wird. Dafür eignen sich vor allem ganz einfache Lieder, wie zum Beispiel „Bruder Jakob“ oder „Große Uhren machen tick tack“. Zu letzterem kann man ergänzend zum Singen und Musizieren auch wunderbar Bewegungsübungen einbauen. Dazu stellen sich die Kinder mit ihren Klanghölzern in einer Reihe an einem Ende des Raumes auf. Bei den großen Uhren machen alle große, langsame Schritte und klopfen rhythmisch dazu. Kleinere, schnellere Schritte folgen bei den kleinen Uhren und den größten Spaß haben alle meistens bei den kleinen Taschenuhren, bei denen sie in ganz schnellen, kleinen Schritten zum anderen Ende den Raumes laufen.

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Neben dem herkömmlichen Klopfen gibt es noch weitere Möglichkeiten, mit den Hölzern Klänge zu erzeugen. Es ist interessant zu sehen, wie kreativ manche Kinder dabei sind. Man kann schlagen/hämmern, tippen, klatschen, reiben und vieles mehr. Ganz oft gibt es Kinder, die sich noch die verrücktesten Ideen einfallen lassen. Zu jeder Spielart singen wir das Lied „Klanghölzer klopft“, welches im Buch Singzwerge & Krabbelmäuse mit Text und Noten sowie auf der gleichnamigen CD enthalten ist. Dabei werden die Strophen immer passend abgeändert, beispielsweise „Klanghölzer reibt, …“ oder „Klanghölzer klatscht, …“ usw.

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Die unterschiedlichen Spielvarianten werden danach mit Hilfe eines kleinen Spieles weiter vertieft. Dazu sitzen alle Kinder im Kreis. Ein Kind läuft mit seinen Klanghölzern um den Kreis herum und entscheidet, wie es spielen möchte. Wählt es zum Beispiel das Tippen, machen alle anderen Kinder mit und wir singen dazu: „Tipp, tipp, tipp, die Klanghölzer sind da. Tipp, tipp, tipp, wir freu’n uns ja. Tipp, tipp, tipp geht es voran. Tipp, tipp, tipp und du bist dran“ (Melodie: Tut, tut, tut, die Eisenbahn). Nun ist derjenige als nächstes dran, hinter dem das Kind stehen bleibt. Weiter geht es mit der jeweiligen gewünschten Spielart, bis alle Kinder einmal an der Reihe waren.

Auf diese Weise wird auch das Gehör geschult. Wir unterscheiden in laute und leise Klänge und achten darauf, bei welcher Variante der Klang am längsten bzw. kürzesten wahrzunehmen ist. Um die verschiedenen Spielarten unterscheiden zu können, machen wir eine kleine Übung. Dazu spiele ich versteckt mit meinen Klanghölzern, indem ich klopfe, tippe, klatsche, hämmere usw. Die Kinder sollen anhand des Hörens erraten, auf welche Weise ich den jeweiligen Klang erzeugt habt.

Ich baue die Klanghölzer oft und gerne mit in meine Arbeit ein. Es gibt noch viele weitere tolle Möglichkeiten, sich mit ihnen zu beschäftigen. Darüber werde ich aber ein anderes Mal berichten.

3 Kommentare zu „Musikalische Früherziehung mit Klanghölzern

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  1. „…Auf diese Weise wird auch das Gehör geschult. Wir unterscheiden in laute und leise Klänge und achten darauf, bei welcher Variante der Klang am längsten bzw. kürzesten wahrzunehmen ist. Um die verschiedenen Spielarten unterscheiden zu können, machen wir eine kleine Übung. Dazu spiele ich versteckt mit meinen Klanghölzern, indem ich klopfe, tippe, klatsche, hämmere usw. Die Kinder sollen anhand des Hörens erraten, auf welche Weise ich den jeweiligen Klang erzeugt habt…“
    Klasse Idee für Übungen zum Hören 😀

    Gefällt 1 Person

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